Hündinnen in Mythen u.ä. |
| Textausschnitte aus Märchen und
Totemismus von Kurt Derungs (Quelle: Kurt Derungs: Märchen und Totemismus. In: Tier und Totem. Naturverbundenheit in archaischen Kulturen. Bern 1998.) http://www.maerchenlexikon.de ...... Häufig stammen die Menschen von einer Urahnin, einem Urahnen
oder einem Stammelternpaar ab, wobei diese auch in tierischer Gestalt
gedacht werden........ Ein burmesisches Märchen berichtet von der Abstammung von einer Tier-Mutter, einer Hündin, die zu einer menschengestaltigen Frau wird und einen König heiratet. Aus Kummer verwandelt sich die Königin wieder in eine Hündin, stirbt auf der Suche nach der jüngsten Tochter und verwandelt sich in einen goldenen Baum. Die fließenden Übergänge und die totemistisch-schamanistischen Spuren zeigen sich in diesem Märchen ebenso wie die Relikte einer matriarchalen Mythologie, was in Südostasien noch mit der entsprechenden Gesellschaftsstruktur verdeutlicht werden kann. Aber auch patriarchale Umformungen und hochreligiöse Überlagerungen sind in diesem Märchen greifbar. So bewirkt die totemistische Selbstverständlichkeit der Verwandlung nun ein Eremit/Zauberer, und dem Herrscher-König ist eine Tier-Frau nicht zumutbar, ja der totemistische Hintergrund erhält einen abwertenden Anstrich und eine gesellschaftliche Deklassierung. Trotzdem ist die alte totemistische Abstammung und der matrilineare Erbgang von der Tier-Mutter bzw. Göttin in Tiergestalt für die jüngste Tochter und Erbprinzessin noch die wirkliche Inthronisation. Der goldene Baum |
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Dr. Vroege / Rotterdam: DAS REICH DER HEL (Die
Herrin des Westtores Textausschnitte: ........Die germanische Hludana ( ”Hel ” – dana ) war also ihrem Namen nach ein Unterweltsfluß, genau so wie aus dem Land der Hyperboreer stammende griechische Letho das als Lethe war, und da daneben die Namen noch sprachlich miteinander verbunden sind, ( siehe oben ), ist wohl wenig dagegen einzuwenden,:i.n Hludana eine ”Wölvin” zu sehen, also auch im Wesen übereinstimmend mit ihren Schwestern, welche sich als ”Hündinnen” ausweisen. Interessant ist es nun, daß es an der Nordseeküste einen Fluß gibt, welcher L e d a heißt und bei Leer in die Ems fließt. Daraus ergibt sich, daß Hludana sich genau so wie ihre Schwestern heute noch in einem Flußnamen erhalten hat. ..... ....Die Opfer aus dem Moor und die der Nerthus waren nicht nur eine Rückgabe an Mutter-Erde, sondern zugleich auch ein Opfer an den Hund oder besser noch an die Hündin (Vgl. dazu Nehalennia und Nerthus = Hündin, Hludana = Wölvin, die nordische Hyndla = Hündchen. ). Auch Freya wurde im Norden Hündin genannt. So war in der nordischen Dichtersprache ”Wölvin ”denn auch die Bezeichnung für ”Blut ”und ”Leiche ”( Snorri Edda ). |
Hyndla, "kleine Hündin", eine Riesin, gibt der Freya Auskunft über
Ottars Abstammung |
Mellabedeutet in der altnordischen Mythologie "Hündin", eine Riesin. |
MoldovaDragos Voda (Fürst Dragosch) ist (einer) der sagenhafte(n) Gründer des Fürstentums Moldau; hier im mythischen Kampf mit dem Auerochsen, das Wappentier des Landes. Seine treue Hündin Moldova, die ihm in diesem Kampf beistehen wollte, fiel bei Campulung in die Fluten des reißenden Flußes. Seit jenen Zeiten (frühes 14tes Jahrhundert) wird Fluß und Land Moldova = Moldau genannt |
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Letzte Änderung: 20. November 2009 |
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